Einheitsblatt VDMA 24188 - Rauchschutzmaßnahmen in Treppenräumen - Rauchableitung, Rauchverdünnung, Rauchfreihaltung

www.pixelio.de/Bobby

Mit Ausgabedatum Juni 2011 ist das Einheitsblatt VDMA 24188 mit dem Titel "Rauchschutzmaßnahmen in Treppenräumen - Rauchableitung, Rauchverdünnung, Rauchfreihaltung" erschienen.

Das Einheitsblatt (EHB) VDMA 24188 "Rauchschutzmaßnahmen in Treppenräumen - Rauchableitung, Rauchverdünnung, Rauchfreihaltung" mit Ausgabedatum Juni 2011 bezieht sich auf Rettungswege, insbesondere Treppenräume, die im Falle eines Brandes möglichst rauchfrei oder raucharm gehalten werden müssen, damit Menschen flüchten können und die Feuerwehr retten bzw. löschen kann.


Das EHB erläutert unterschiedliche Anlagentechniken, die in Flucht- und Rettungswegen, insbesondere in Treppenräumen zum Einsatz kommen können, um erforderliche Schutzziele in Bezug auf Raucheinwirkung umzusetzen und bewertet sie systematisch hinsichtlich ihrer Einsatzgrenzen. In Abhängigkeit vom Brandschutzkonzept sind in Bezug auf eine mögliche Verrauchung unterschiedliche Schutzziele für die verschiedenen Bereiche des Flucht- und Rettungsweges definiert.


Die eingesetzten Anlagentypen sind:

  • natürliche Entrauchung
  • Spülanlage ohne geregelte Druckhaltung
  • Spülanlage mit geregelter Druckhaltung ohne gesicherte Abströmung im Geschoss
  • Rauchschutz-Druckanlage mit gesicherter Abströmung im Geschoss
  • Rauchschutz-Druckanlage mit gesicherter Abströmung im Geschoss und redundanter Betriebsweise und Sicherheitsstromversorugng

Da das Baurecht nicht immer eindeutige Handlungsanweisungen für die Auswahl, Planung und Bemessung der geeigneten Anlagentechnik liefert, werden Handlungsempfehlungen für die baurechtliche Einordnung der Anlagentypen aufgeführt. Je nach Art und Nutzung des Gebäudes sind Bereiche zu unterscheiden, die rauchfrei oder raucharm zu halten sind, damit eine Nutzung des Flucht- und Rettungsweges nicht gefährdet ist, sowie Bereiche, die verrauchen dürfen. Mit Flussdiagrammen wird der Anwender "in Abhängigkeit von der Gebäudehöhe" zur Auswahl des richtigen Anlagentyps geleitet.

Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit Rauchschutz-Druckanlagen in hohen Hochhäusern ab 60 m Gebäudehöhe. Hier wird empfohlen, eine sorgfältige Einzelfallbetrachtung vorzunehmen, da mit zunehmender Gebäudehöhe einflussreicheren physikalischen Aspekten des Gebäudes, wie z. B. Druckverluste bei Durchströmung des Treppenhauses, Thermikeinflüsse, Außentemperaturen im Sommer und im Winter oder Windeinfluss zu berücksichtigen sind.

Im Weiteren wird auf die Druckbelüftung von Feuerwehraufzügen und die Anforderungen von Komponenten eingegangen. Detaillierte Angaben zur Abnahmeprüfung, Instandhaltung und Dokumentation sind ebenfalls aufgeführt.

Das Einheitsblatt ist über den Beuth-Verlag www.beuth.de zu beziehen.