IFAT 2018: Lebenselixier Luft - Facettenreiche Luftreinhaltungstechnik für Arbeits- und Umweltschutz

VDMA e.V.

Der Fachverband Allgemeine Lufttechnik im VDMA präsentiert sich zur IFAT 2018 erneut mit einem Gemeinschaftsstand. Zusammen mit Mitgliedsunternehmen aus dem Bereich der Luftreinhaltung ist er in Halle A4, Stand-Nr. 216 vertreten.

Frankfurt, 14. Mai 2018 – Mit einem Umsatzplus im Jahr 2017 und überwiegend optimistischen Erwartungen für 2018 herrscht eine gute Grundstimmung unter den Ausstellern der Luftreinhaltungsbranche zur diesjährigen IFAT.

So auch bei

  • Bristol T&G International GmbH
  • Donaldson Filtration Deutschland GmbH
  • SPÄNEX GmbH Luft-, Energie- und Umwelttechnik und
  • VALCO GmbH Entstaubungstechnik,

die als Mitaussteller des Gemeinschaftsstandes Luftreinhaltung in Halle A.4 vor Ort sind. Gemeinsam mit dem Fachverband Allgemeine Lufttechnik des VDMA zeigen sie jüngste Innovationen der Luftreinhaltungsbranche und stehen den Messebesuchern zu Arbeits- und Umweltschutzfragen Rede und Antwort.

Effiziente Lösungen der Luftreinhaltung
Ein Highlight am Stand ist ein elektrostatischer Filter, der speziell konzipiert wurde, um     >99,99 Prozent der durch die Luft übertragenen Schadstoffe wie Bakterien und Pilze bei der Wasseraufbereitung und Speicherung zu entfernen. „Mit dem brandneuen Filtersystem „WhiteAir“, das erstmalig auf der IFAT vorgestellt wird, haben wir eine wartungsarme und hocheffiziente Lösung entwickelt, um Prozessluft im Bereich Trinkwasser vollständig frei von potenziell gefährlichen Bakterien und Pilzen sowie anderen Verunreinigungen wie etwa Pollen und Stäube zu halten“, berichtet Magnus Planner, Geschäftsführer der Bristol T&G International GmbH.

Weitere Neuheiten sind Entstaubungsanlagen mit einem bis zu 50 Prozent kleineren Bauvolumen im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen sowie ein mit Rüttelmotor ausgestatteter Entstauber, der Filterelemente effektiv und schonend mittels Vibrationsverfahren abreinigt.

Neben den Ausstellern am Gemeinschaftsstand sind ebenfalls zahlreiche weitere VDMA-Mitglieder (u.a. aus der Luftreinhaltungsbranche) mit ihren Unternehmen zur IFAT vertreten.

Saubere Luft muss als wertvolle Ressource verstanden werden
Der Verkehrssektor ist wegen der ihm zugeschriebenen Feinstaub und Stickoxid- Belastungen unserer urbanen Ballungsräume anhaltend in kritischer politischer und gesellschaftlicher Diskussion.

„Damit rückt die wertvolle Ressource Luft als einzigartiges Lebenselixier zu Recht in den medialen Fokus“, sagt Dr. Thomas Schräder, Geschäftsführer des Fachverbandes Allgemeine Lufttechnik im VDMA, und ergänzt, „selbstverständlich muss auch ein starker Industriestandort Deutschland vereinbar sein mit dem hohen Anspruchsniveau der Gesellschaft auf saubere Luft als unabdingbare Grundlage für gesundes Leben.“

Industrielle und gewerbliche Produktionsprozesse, inklusive Verfahren der Recycling- und Kreislaufwirtschaft, seien ohne wirksame Luftreinhaltemaßnahmen nicht denkbar. „Nicht nur Produktions- und Verfahrenstechnik, sondern auch die Lösungen in Form notwendiger Schutzmaßnahmen für Arbeitsplätze und Umwelt, kommen aus dem Maschinenbau selbst. Luftreinhaltung in ihrer Effektivität aber auch in ihrer Effizienz weiter zu entwickeln, sehen wir – ganz unbescheiden - als Aufgabe mit gesellschaftlicher Relevanz,“ betont Dr. Schräder im Rahmen der IFAT.

Einsatz der Luftreinhaltung in der Abfall- und Recyclingindustrie
„Überall dort wo Recyclingprozesse stattfinden, fallen immens viel Staub und Partikeln an, die die Luft verschmutzen“, weiß Christine Montigny, Referentin der Fachabteilung Luftreinhaltung im VDMA. „Und so unterschiedlich die Stoffe, Partikel und Gase dabei sind, so vielseitig ist auch die Absaug- und Entstaubungstechnik.“ Denn die Technik muss die Luft von gesundheitsschädlichen oder umweltbelastenden Stoffen, von Spänen bis zu feinsten Staubpartikeln reinigen. Daher haben moderne Recyclinganlagen höchste Ansprüche an die Luftreinhaltung und unterschreiten die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Aufwändige Reinigungs- und Filteranlagen sorgen dafür, dass Schadstoffe zuverlässig zurückgehalten werden und weder Umwelt noch Arbeitsplätze belasten.

Die IFAT zeigt modernste Technik aus dem Bereich der Luftreinhaltung, wie sie bei der Abfallaufbereitung von Haus- und Gewerbemüll, bei der Aufbereitung von beispielsweise Altholzabfällen und Kunststoffabfällen sowie bei der Absaugung von Brennschneidrauch verwendet wird. Darüber hinaus zur Absaugung feiner Stäube in der Abgasreinigung bei Glasproduktion und Scherbenaufbereitung sowie beim Recycling von Kartonagen. Ebenfalls zur IFAT vertreten ist die Abluftreinigung, die bei Automobil- und Schrott-Shredderanlagen zum Einsatz kommt.

Explosionsschutz darf nicht vernachlässigt werden
Überall dort, wo große Staubmengen anfallen, bedarf es einer kompetenten Analyse des Explosionsrisikos. In Verbindung mit Sauerstoff aus der Luft, können sich in Staubwolken verteilte Partikel leicht entzünden. Die in der Abfallindustrie und beim Recycling von Wertstoffen eingesetzte Luftreinhaltungstechnik muss daher, neben dem Erfassen der auftretenden Schadstoffe, auch explosionsschutztechnische Aspekte erfüllen. Geeignete Lösungen zeigen die Anbieter der IFAT.

Branche in positiver Grundstimmung
Trotz vielfältiger Herausforderungen in Form von Unwägbarkeiten im internationalen Handel sowie steigenden Material- und Logistikkosten, konnten die Unternehmen der Klima-, Lüftungs- und Luftreinhaltungstechnik für 2017 ein Umsatzwachstum von 4 Prozent vermelden.

Auch für 2018 bleibt die Branche optimistisch und erwartet, aufgrund einer sehr guten Auftragslage, eine positive Umsatzentwicklung mit einem erneuten Anstieg um 4 Prozent.

Grundlage hierfür sind stabile Rahmenbedingungen sowie ein erhöhtes Bewusstsein für Energie- und Ressourceneffizienz auf Kundenseite. Darüber hinaus sorgen neue Produkte und Paketlösungen für positive Impulse. Vor allem die Entwicklung für die Segmente Metallindustrie und Maschinenbau, Chemie/Pharmazie sowie Bau- und Baustoffindustrie sehen die Unternehmen positiv.

Dem Aufwärtstrend entgegen wirken allerdings Kostensteigerungen, da einerseits steigende Rohstoff- und Materialpreise zu erwarten sind und andererseits die jüngsten Tarifabschlüsse die Personalkosten treiben. Aufgrund der hohen Nachfrage berichten die Firmen teilweise von Lieferengpässen bei eigenen Zulieferern. Gebremst werden kann der Aufwärtstrend ebenfalls durch unklare politische Rahmenbedingungen wie zunehmende weltweite Handelskonflikte.

 

Über die Fachabteilung Luftreinhaltung im VDMA-Fachverband Allgemeine Lufttechnik:
In der Fachabteilung Luftreinhaltung sind nahezu 100 überwiegend mittelständische Unternehmen organisiert. Sie decken die gesamte Wertschöpfungskette – von der Herstellung von Filtersystemen, Ventilatoren und Geräten bis hin zu kompletten Anlagenlösungen – ab und tragen mit ihren Technologien zu hohen Arbeitsschutz- und Umweltstandards in Industrieunternehmen und Gewerbe bei. Die Unternehmen der Luftreinhaltung entwickeln ständig innovative technische Lösungen zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Dazu bieten sie eine breite Palette von Möglichkeiten zur Abscheidung von Stäuben, Rauchen, Aerosolen und Gasen an. Entsprechend der vielfältigen Anwendungsfelder – von der Abfallwirtschaft bis zur Zellstoffindustrie – arbeiten die VDMA-Mitgliedsunternehmen in zielbranchenorientieren Arbeitsgruppen zusammen. Hier beraten sie technische, normative und wirtschaftliche Themen und eignen sich Systemkompetenz in Bezug auf die Kernprozesse ihrer Kunden an. Diese Aktivitäten unterstützen die Unternehmen dabei, kundenorientiert nachhaltige Lösungen und Services anbieten zu können. Der VDMA, die Plattform des Maschinen- und Anlagenbaus bietet hierzu ideale Voraussetzungen.

http://luftreinhaltung.vdma.org

Ansprechpartnerin für Rückfragen:

Christine Montigny
VDMA-Fachverband Allgemeine Lufttechnik/Fachabteilung Luftreinhaltung
Lyoner Straße 18
60528 Frankfurt am Main
Telefon: 069 / 6603-1860
E-Mail: christine.montigny@vdma.org