Rekord-IFAT: Umwelttechnologien boomen

Messe München GmbH

Mikroplastik filtern, Kunststoffe effektiver recyceln und die digitale Transformation der gesamten Branche: Fünf Tage lang drehte sich auf der weltweit größten Umwelttechnologiemesse IFAT in München alles um die Themen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Die Produkte dieser Industrie erfahren eine stark wachsende Nachfrage aus aller Welt.

„Die IFAT präsentiert Zukunftstechnologien für eine saubere Umwelt und treibt
den gesellschaftlichen Diskurs aktiver voran denn je. Das zeigten die
internationale politische Präsenz, die zahlreichen wirtschaftlichen Delegationen
aus aller Welt und die Technologie-Experten, die sich auf der Messe intensiv
austauschten“, erklärt Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München.
„Die Messe spiegelt die Bedeutung der Branche und des Themas wider: Die
Zahl der Aussteller ist um sieben Prozent auf 3.305 gewachsen, die der
Besucher um vier Prozent auf über 141.000.“

Verbraucher treiben die Industrie an
Vor allem ein wachsendes Bewusstsein bei den Verbrauchern und deren
Forderung nach Nachhaltigkeit stärken die Branche. Bundesumweltministerin
Svenja Schulze sprach aus, was viele Menschen rund um den Globus
beschäftigt: „Wir müssen Ressourcen stärker nutzen, Kunststoffe und andere
Materialien effektiver recyceln und verhindern, dass Plastikabfälle in unsere
Umwelt gelangen. Es gilt, überflüssiges Plastik zu vermeiden.“ Hier haben
Technologien eine Schlüsselrolle: „Auf der IFAT haben wir intelligente und innovative Umwelttechnologien gesehen, die bereits Teil der Lösung vieler unserer Umweltprobleme sind.“


Dabei sprach die Branche auch einen Appell aus, so zum Beispiel Herwart
Wilms, Geschäftsführer von Remondis SE & Co. KG: „Die Technologien stehen
parat. Für einen geschlossenen Rohstoffkreislauf müssen die Produkthersteller
jetzt die Verwendungsquote für Recyclingrohstoffe deutlich anheben.“

Kommunen und Industrie gleich auf
Gleichzeitig hat die produzierende Industrie auf der IFAT steigendes Interesse
für ressourcenschonende und effiziente Verfahren gezeigt. „Aus der Industrie hat
die Nachfrage sehr stark zugenommen“, erklärt Falk Olaf Petersdorf,
Geschäftsführer der Xylem Water Solutions Deutschland GmbH. Für IFAT-Chef
Stefan Rummel steht fest: „Damit hat die IFAT 2018 Kommunen und Industrien
gleichermaßen angesprochen.“


Digital vernetzte Pumpen, Mülltonnen mit Sensoren, autonom fahrende
Kehrfahrzeuge – die digitale Transformation prägte viele Innovationen. Positive
Resonanz fand die neue Hallenverteilung nach den Messethemen
Wasser/Abwasser sowie Abfall/Sekundärrohstoffe. Dadurch hat sich auch das
Thema Trinkwasser in München fest etabliert. Udo Jirmann, Geschäftsführer der
Georg Fischer GmbH: „Die IFAT ist jetzt auch beim Trinkwasser die
Weltleitmesse und bestätigt mit ihren Rekordzahlen ihre Bedeutung für die
Umweltbranche.“

Die IFAT 2018 in Zahlen
Mehr als 141.000 Fachbesucher aus über 160 Ländern kamen vom 14. bis 18.
Mai 2018 nach München (2016: 136.885 Besucher). Dabei legte die IFAT vor
allem international zu. Zu den stärksten Gewinnern zählen (in dieser
Reihenfolge): Japan, Russland, Australien, China und Slowenien. Insgesamt
präsentierten 3.305 Aussteller aus 58 Ländern ihre Produkte und Innovationen
für die boomende Umweltbranche.

Dr. Johannes F. Kirchhoff, Vorsitzender des IFAT-Fachbeirats und
Geschäftsführender Gesellschafter der KIRCHHOFF Gruppe, zieht ein positives
Fazit: „Die IFAT 2018 hat es wieder eindrucksvoll geschafft, der kommunalen
und privaten Entsorgungswirtschaft sowie der Wasser-, Abwasser-, Abfall- und
Rohstoff-Industrie eine hervorragende Plattform zu bieten.“

Die nächste Ausgabe der IFAT findet vom 4. bis 8. Mai 2020 auf dem
Messegelände in München statt.

 

Kontakt

Bianca Gruber
PR Manager
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