Herding Filtertechnik weiterhin in Familienhand

Herding GmbH Filtertechnik

Fließende Übergabe der Firmengründer Walter Herding und Gerhard Stich an ihre Söhne Dr. Urs Herding und Andreas Stich.

Die Nachfolge ist bei Herding kein Thema, sondern krisensicher in vertrauter Familienhand. Nahezu geräuschlos und fließend erfolgt der Generationswechsel über viele Jahre hinweg, strategische Entscheidungen werden in enger Abstimmung gemeinsam getroffen. Den großen Umbruch, den viele Firmen in dieser Situation erleben, bleibt zur Freude aller Mitarbeiter bei dem innovativen Mittelständler aus. Bereits seit 2005 leitet der promovierte Maschinenbauer, Dr. Urs Herding, das unabhängige Unternehmen erfolgreich in zweiter Generation und als geschäftsführender Hauptgesellschafter ist er seit April 2020 Sprecher der Herding Gruppe. Elektrotechnikermeister Andreas Stich kam 2012 als stellvertretender Leiter der Endmontage ins Unternehmen. Inzwischen ist er in Vertretung der Produktionsleitung personalverantwortlich tätig und tritt nun als Gesellschafter in die Fußstapfen seines Vaters Gerhard Stich.


Pioniere bahnbrechender Filtertechnik
Bei fast allem, was hergestellt wird, entsteht jede Menge Staub. Dieser wiederum ist sowohl für uns Menschen als auch für unsere Umwelt sehr gefährlich und belastend. Um die Natur und uns zu schützen, gibt es Filter, die in der Industrie bei der Produktion von Gütern aller Art dafür sorgen, dass der dabei entstehende Staub abgesaugt und gefiltert wird.

Als sich Walter Herding vor 43 Jahren in Amberg selbstständig machte, bestanden diese Filter lediglich aus Papier oder Gewebe. Bei dieser Art der Filterung setzt sich im Laufe der Zeit der Staub in der Tiefe des Materials fest und macht den Austausch des Filters erforderlich. Hierzu müssen die Maschinen abgeschaltet werden, die Produktion steht still und es entstehen Ausfallzeiten. Das wiederum kostet viel Geld.

Angespornt von der Vision eines ökonomisch wie auch ökologischen Filtermediums, beginnt Walter Herding sich mit neuen Materialien zur Filtration zu beschäftigen. Die Herstellung der Anlagen erfolgt beim Ein-Mann-Betrieb von Gerhard Stich im Amberger Stadtteil Raigering, der 1980 als weiterer Gesellschafter in die Firma eintritt. Als eine der Ersten siedeln sich die beiden im Industriegebiet Amberg Nord an.

Die eigentliche Erfolgsgeschichte beginnt mit der Erfindung und Patentanmeldung des Herding Sinterlamellenfilters.1981 gelingt es den Jungunternehmern, ein starres Filterelement auf den Markt zu bringen, welches aus Kunststoff, genauer gesagt Polyethylen, besteht. Es wird in Eigenfertigung mit einer Beschichtung, ähnlich wie bei einer Teflonpfanne, versehen. Diese bietet einen wirksamen Schutz vor Staubeinlagerungen im Filtermedium. Der Staub bleibt auf der Oberfläche und wird in bestimmten Abständen mit Hilfe von Druckluft bzw. -gas „abgereinigt“. Selbst feinste Stäube, die beim Schleifen entstehen werden hiermit herausgefiltert. In der Fachsprache spricht man von einer hohen Abscheideleistung und geringen Reingaswerten < 0,1 mg/m³.


Vom Zwei-Mann-Betrieb zum weltweit agierenden Unternehmen
Die darauffolgenden Jahre sind geprägt von einem dynamischen Unternehmenswachstum.  Aus dem ursprünglichen Zwei-Mann-Büro ist ein Unternehmen mit weltweit 450 Mitarbeitern geworden, der Amberger Stammsitz ist auf ein 85.000 Quadratmeter großes Firmengelände angewachsen.


Nachhaltig gefertigt „Made in Germany“
Vom einzelnen Filtermedium bis hin zur komplett installierten Filteranlage, am Stammsitz Amberg beginnt die Produktionskette mit der Filtermedienfertigung und findet ihren Abschluss in der Endmontage. Die Zukaufteile stammen zu 95% von deutschen Lieferanten, wobei der Fokus auf regionalen Zulieferern liegt. Dies bildet die Basis einer guten Umweltbilanz durch Vermeiden langer Transportwege und hoher Transportkosten. Die Fertigungstiefe in Deutschland sichert einen hohen Qualitätsstandard. Der deutsche Produktionsstandort sichert faire Arbeitsbedingungen auf hohem Niveau. Fairer Handel nimmt daher einen hohen Stellenwert im Unternehmen ein.

Herding Filtertechnik dient nachhaltig dem Umweltschutz. Sie schützt Luft, Mensch, Maschine und Umwelt vor schädlichen Emissionen und leistet einen wertvollen Beitrag zur Sicherung der Zukunft.

 

Für die Zukunft gut gerüstet
Die beiden neuen Gesellschafter freuen sich auf die Zukunft. „Zwar gibt es derzeit bestimmt eine herausfordernde Zeit, aber Herding ist für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Das Unternehmen ist in wichtigen Zukunftsmärkten aktiv, wie z.B. in der Batterieindustrie oder Additivem Metalldruck,“ so Dr. Urs Herding und Andreas Stich „Neben all der internationalen Präsenz legen wir hohen Wert auf den Standort Amberg und sind stolz darauf, dass viele unserer äußerst engagierten und hoch qualifizierten Mitarbeiter langjährig bei uns tätig sind. Ohne sie wäre der Erfolg von Herding nicht möglich“.